Ablauf einer Hypnosebehandlung

Die erste Hypnosesitzung beginnt in der Regel mit einem Erstgespräch. Hier können noch nicht geklärte Fragen beantwortet oder Wünsche Ihrerseits vorgebracht werden. Außerdem erfolgt eine kurze Anamnese.
Im Vorfeld sollten Sie bitte möglichst auf Alkohol und Koffein verzichten bzw. auf ein Minimum reduzieren.

Sinnvoll ist es außerdem, den Termin nicht zu weit in die Abendstunden zu legen, damit Sie noch wach und aufnahmefähig sind.
Sie sollten bequeme Kleidung tragen, die Sie nicht einengt.
Die Hypnose selbst kann in jeder für Sie bequemen Position durchgeführt werden, ganz gleich ob im Liegen, Sitzen oder Stehen. Bewährt hat sich jedoch eine Mischung aus Liegen und Sitzen, da man so in der Regel entspannt ist und trotzdem nicht ganz so leicht in den Schlaf fällt.

Unter der Hypnose müssen Sie nichts weiter machen, als sich auf meine Worte zu konzentrieren. Das kann am Anfang gar nicht so einfach sein, vielleicht brauchen Sie ein wenig Zeit, um runterzukommen und abzuschalten. Vielleicht ist ihr Kopf noch mit ihrem Alltagsgeschehen beschäftigt, sodass sich Gedanken und Bilder immer wieder in den Vordergrund drängen wollen. Das ist vollkommen normal. Schieben Sie einfach immer wieder alle störenden Gedanken und Bilder sanft beiseite und stellen Sie sie einfach in eine Ecke oder eine Schublade, wo Sie während der Hypnosesitzung verbleiben können.
Sie werden sehen, nach einer Weile wird Ihnen das gut gelingen. Bei nachfolgenden Sitzungen werden Sie diesen Zustand der Leere sogar umso schneller erreichen!

Vielleicht verspüren Sie unter der Hypnose ein vermehrtes Jucken aufgrund der verbesserten Feindurchblutung der Haut oder Sie spüren, dass Sie vermehrt Schlucken müssen. Das sind ganz normale Begleiterscheinungen einer Trance. Möglicherweise fangen Sie auch plötzlich an zu Lachen, da vermehrte Glückshormone ausgeschüttet werden können. Geben Sie dem einfach nach und unterdrücken Sie Ihre aufkommenden Gefühle nicht.

In Ihrem eigenen Interesse muss ich Sie auch bitten, während der Sitzung nicht zu Experimentieren und sich gegen die Hypnose zu wehren. Natürlich können Sie jederzeit die Sitzung unterbrechen und z.B. die Augen öffnen, schließlich ist die Hypnose nicht dazu da, Ihren Willen zu brechen. Falls Sie das Gefühl haben, Sie müssten mir etwas wichtiges mitteilen, sollten Sie das natürlich auch unbedingt tun. Ansonsten lassen Sie sich einfach von meinen Worten leiten.

Nach der Hypnose

Viele Menschen fühlen sich nach der Hypnose wie nach einem Mittagsschlaf und benötigen etwas Zeit, um wieder ganz wach zu werden. Wenn möglich, gönnen Sie sich im Anschluss etwas Ruhe, damit die Hypnose richtig einwirken kann.
Das Umbauprozesse, die nun im Hirn stattfinden, können bis zu 72 Stunden andauern. Bitte gönnen Sie sich in den Nächten nach der Hypnose ausreichend Schlaf, damit das Gehirn die nötigen Speicherungsprozesse durchführen kann.
Versuchen Sie während dieser drei Tage mit niemanden über die Hypnose zu sprechen und auch sich selbst nicht in frage zu stellen. Während dieser Umbauprozesse sind die eingegeben Informationen noch recht fragil und könnten durch Einflussnahme negativ beeinflusst werden. Verschieben Sie die Unterhaltung über die Hypnosesitzung einfach ein paar Tage, bis sich die Hypnose erfolgreich gesetzt hat.
Aufgrund dieser „72-Stunden-Regel“ sollten Sie die Wirkung auch nicht auf die Probe stellen, indem Sie sich zum Beispiel gleich eine Zigarette anzünden um zu sehen, „ob die noch schmeckt“.
Vermeiden Sie alles, was sich negativ auf die Leistung Ihres Gehirns auswirken kann (Medikamente, die nicht notwenig sind, Alkohol) und sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.